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Personensuchmaschinen? Ohne mich!

20. Mar 2009 von wolfi, Kategorien: Das Netz, Datenschutz, Mein Senf

Hübsch. Gehört auch ihr zu den Leuten, die ihren Namen regelmäßig googlen? Ich tue das eigentlich zwar nur, damit ich sehe, auf welchem Rang sich meine private Webseite befindet um eventuelle Verbesserungen vornehmen zu können, aber ich erschrecke mich jedes Mal aufs Neue. Was man da so alles findet, … Gar nicht so lustig. Bis meine Webseite auf Platz eins erschien, war es ein langer Weg. Ich musste mich durch gefühlte eintausend Webseiten und Forenprofile hangeln, mich in Foren einloggen wo ich zuletzt 2003 unterwegs war und all son Klump, nur um dort dann alte Beiträge, Signaturen und Profilinformationen zu editieren/entfernen. Bis auf ein paar Linkleichen habe ich jetzt alles unter Kontrolle, zum Glück!

Als ich vor zwei Monaten meinen Namen gegooglet (gegoogelt? gegoogled?) hab, erschienen auf Seiten wie 123people.de noch Internet- und Mailadressen, meine Telefonnummer und Avatarbilder aus den einzelnen Foren wo ich mal unterwegs war. Heute findet man (zumindest auf der ersten Seite) eigentlich nur noch irrelevantes Zeug und Deadlinks auf meine alte Webseite. Puh, nochmal Glück gehabt!

So manch ein Anti-Google-Protestant wird jetzt sagen “Selbst Schuld, warum nutzt du auch Google und Foren und gibst überall deinen Namen an, blah blah”, aber solche Dummheiten macht man nunmal in seinem ersten Jahr mit Internetzugang. Aus diesen Fehlern habe ich definitiv gelernt, also known as LESSON LEARNED. Heute zählt für mich nur noch eines: Sucht man nach meinem Namen, so kommt man doch bitte auf meine private Homepage. Ist in erster Linie dazu gedacht, meine Werke zusammen zu fassen und alte Bekannte über mein glorreiches neues Leben zu informieren und im Optimalfall den Kontakt wieder herzustellen.

Also, mein Tipp an euch: Sucht euch die Namen in Foren gut aus und überlegt, was ihr angebt. Das Böse wird immer dreister und nimmt euch noch das letzte Stück Pimmelkäse. Vom Suchmaschinenrang ganz zu schweigen. Denkt auch an eure Zukunft, denn heutzutage werden neue Mitarbeiter eines Betriebes gern mal gegoogelt und wenn der neue Chef dann ein paar unschöne Wahrheiten über einen erfährt kann das, sofern man darauf steht, im eigens vom Chef dafür hergerichteten Folterkeller mit SM-Spielzeug enden.

Ja, auch ich habe endlich eingesehen, dass die privaten Daten der Bürger bis zu einem gewissen Grad geschützt werden sollten. Finger weg also von Facebook, Myspace, StudiVZ oder StayFriends. Oder wenn ihr euch dort schon anmeldet, achtet auf die Daten, die ihr dort preisgebt. Bei Microsoft hat man übrigens auf die Bedürfnisse der User gehört, man kann dort exakt festlegen wer was sehen darf. Bei allen anderen Sachen gilt: Immer schön verschiedene Namen auswählen wenn ihr euch mal wieder in einem Forum registriert, es sei denn, ihr wollt dass man euch in beiden Foren wiedererkennt, was bei gewissen Dingen ja schon von Vorteil ist.

Ach und Moin! Während mein Kaffee jetzt kalt ist, habe ich wenigstens mal wieder den guten alten Blog mit Stoff versorgt.

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